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Während Jahrzehnten haben drei Bäume dem Leben auf dem Gelände der Stiftung Kronbühl beigewohnt, bis sie wegen Krankheiten geschlagen werden mussten. Abschnitte der Baumstämme wurden zurückbehalten und sollten in gestalteter Form als Erinnerungsstücke im Park verbleiben.

 

Mit farbigen Gläsern werden die zu Tage getretenen Jahresringe und damit der Gang verflossener Zeit hervor gehoben. Je nach gewähltem Standpunkt erscheint Vergangenes in unterschiedlicher Farbe und Form und verweist so auf verschiedene Aspekte und Akzentuierung von Erinnerung.

 

In der Stiftung Kronbühl leben mehrheitlich Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die auf Rollstühle angewiesen sind. Die Gläser sind in der Höhe so in die Stämme eingelassen, dass sie für diese Menschen gut einsehbar sind. Aufrecht Gehende müssen sich bücken und ihren Blickwinkel anpassen, um denselben Einblick zu erhalten.

 

Durch wechselndes Licht bewahren die Erinnerungsstücke ihre Lebendigkeit und tragen damit gleichermassen Vergangenheit und Gegenwart in sich.

 

Die Baumgruppe, der Witterung ausgesetzt, wird langsam zerfallen und die Gläser wiederum als Andenken zurück lassen.

 

 

Erzählzeit │ Skulpturale Arbeit aus drei Erinnerungsstücken│2014

Baumabschnitte, 3 x 12 Echtantikgläser │ ca. 2.5 x 2.5 x 2.5 m

Auftrag Stiftung Kronbühl, Wittenbach SG